Interview mit einem jungen Paar, das ein Fertighaus kaufen oder ein Massivhaus bauen lassen will

Junges Paar

Die Re­dak­tion von „das-junge-haus.de“ stellte sich einem Gespräch mit Jennifer K. und ihrem Partner Jens W., die als junges Paar wissen wollten, wie sie am besten zu einem „jungen Haus“ kommen und was alles auf sie zukommt bzw. was alles beachtet werden muss.

Jennifer: Wieviel müssen wir angespart haben, wenn wir ein Haus um die 200.000 € kaufen bzw. erbauen lassen wollen?

Redaktion: Die alte Faustregel stimmt immer noch: Sie sollten mindestens 20 % der Kaufsumme angespart haben – das wären 40.000 €. Aber was ist eigentlich mit dem Grundstück? Sollen die 200.000 € den Kaufpreis des Grundstücks mit umfassen?

Jennifer: Da haben wir noch nicht drüber nachgedacht…

Redaktion: Wenn Sie im Umland von München bauen wollen, kann das Grundstück erheblich teurer sein als der Kauf oder Bau eines Hauses….

Jens: Uns zieht es nicht nach München, wir wollen am Niederrhein bauen.

Redaktion: Naja, nehmen wir als Beispiel den Wallfahrtsort Kevelaer – da liegen die Grundstückspreise bei 140 € pro Quadratmeter, Gnadenkapelle mit Marienbildnis hin oder her. Für ein freistehendes Haus sollte es schon ein Grundstück von 500 qm sein – das wären dann 70.000 €, die zum Preis für das neue Haus hinzu kommen. Aus den 200.000 für das Haus werden dann insgesamt 270.000 €, also sollten Sie ein Eigenkapital von 54.000 € haben.

Jens: Das ist viel Geld für uns, wir stehen ja noch am Anfang unserer beruflichen Laufbahn. Geht es da nicht billiger?

Redaktion: Wenn Sie ein preiswerteres Grundstück kaufen oder mit 400 statt 500 qm zurecht kommen, dann wird schon einiges gespart. Nehmen wir an, Sie finden ein 400 qm-Grundstück für 50.000 € und Sie beziehen diese 50.000 in die ursprünglich genannte Summe von 200.000 € ein, dann müssen Sie ein Haus kaufen, das nicht teurer als 150.000 € ist.

Jennifer: Und das gibt es?

Redaktion: Na klar – und das sind keineswegs Billigbauten im Billiglook. Da brauchen Sie doch nur hier in unserem Portal zu blättern.

Jennifer: Da haben wir uns schon umgeschaut, uns gefällt das Haus XXX (sie zeigt uns auf dem Bildschirm das Fertighaus eines bekannten Herstellers).

Redaktion: Haben Sie bedacht, dass ein Haus auf einem Fundament oder einer Kellerdecke stehen muss? Die sog. Bodenplatte oder ein Keller, kosten natürlich auch Geld.

Jens: Und wieviel kostet eine Bodenplatte? Keller brauchen wir nicht. Ist kein Keller da, kann auch keiner voll laufen, wenn am Niederrhein Hochwasser ist!

Redaktion: Das Haus, das Ihnen so gut gefällt, hat eine Grundfläche von etwa 80 qm. Eine einfache Bodenplatte kostet um die 70 bis 80 € pro qm – also um die 5.500 bis 6.000 €. Eine Bodenplatte mit integrierter Fußbodenheizung kostet um die 135 € pro qm, also etwa 11.000 €.

Jennifer zu ihrem Partner: Das mit der eingebauten Fußbodenheizung, wär’ doch was, nicht wahr, Schatz?

Junges Paar

Jens: Find ich auch cool. Ich habe das mal gerade im Kopf überschlagen: 140.000 fürs Haus, 11.000 für die Bodenplatte und 50.000 fürs Grundstück – das käme hin!

Redaktion: Jetzt müssen Sie nur noch das Grundstück für 50.000 € finden und Ihr Eigenkapital noch einmal nachzählen.

Jennifer: Die 40.000 haben wir noch nicht ganz beisammen, aber meine Patentante will mir ihren Bausparvertrag übergeben.

Redaktion: Ist der schon zugeteilt?

Jennifer: Ich weiß zwar nicht, was das be­deu­tet, aber meine Tante sagt, wir könnten über 20.000 € verfügen, 12.600 € sind tat­säch­lich angespart.

Redaktion: Dann scheint der Vertrag also zuteilungsreif zu sein. Die 20.000 € können Sie als eine Art Eigenkapitalersatz ansehen. Die Bausparkasse wird Ihnen 20.000 € überweisen, aber die Differenz zwischen den tatsächlich angesparten 12.600 und den 20.000 €, die Ihnen die Bausparkasse gibt, müssen Sie natürlich tilgen. Wenn das alles so läuft, wie hier besprochen, brauchen Sie eine Finanzierung über 200.000 abzüglich der 20.000 von der Bausparkasse und der 20.000, die Sie hoffentlich selbst angespart haben – also brauchen Sie eine Finanzierung letztendlich über 160.000 €

Jens: Das geht doch über eine Hypothek – nicht wahr? Und im Moment sind die Zinsen doch günstig wie nie – oder?

Redaktion: Neubauten finanzieren ist das Kerngeschäft der Hypothekenbanken. Momentan sind die Zinsen tatsächlich enorm günstig. Aber nicht jeder bekommt eine Hypothek. Stellen Sie sich vor, Sie verdienen zusammen 2.700 € netto, müssen aber jeden Monat 1.700 an Hypothekenbank und Bausparkasse zurück zahlen. Da bleiben Ihnen noch 1.000 €, von denen Miete, Versicherungen, Auto usw. abgehen. Da machen dann die Banken nicht mit. Die Banken prüfen genau, ob Sie die Kredite „bedienen“, also Tilgungsraten und die Zinsen überhaupt bezahlen können. Wenn Sie beide gut verdienen und einen sicheren Arbeitsplatz haben, werden Sie auch ein Institut finden, das Ihren Neubau finanziert.

Jens: Und wenn ich oder meine Freundin arbeitslos werden und das Geld nicht mehr reicht?

Redaktion: Das ist eben das Risiko, das man im Leben hat – außer bei den unkündbaren Beamten. Wenn Sie also die Raten nicht mehr aufbringen, dann müssen Sie das Haus verkaufen, bevor es die Hypobank versteigern lässt. Das ist nun einmal die Realität. Vielleicht können Sie das auch verhindern, indem Sie zum Beispiel Untermieter ins Haus nehmen, bis ein neuer Job gefunden worden ist.

Jennifer: Ich höre da so viel von der KfW – hilft die einem nicht?

Redaktion: Wenn Sie Ihre Kredite nicht mehr zurückzahlen können, dann hilft Ihnen auch die KfW nicht. Diese bundeseigene Bank fördert Neubauten. Es gibt 50.000 € zu besonders günstigen Konditionen (Stand 2013), wenn Sie energieeffizient bauen.

Jennifer: Wir sind ja noch nicht verheiratet, ist das ein Problem?

Redaktion: Das ist überhaupt kein Problem. Auch bei einem Ehepaar werden beide als Eigentümer ins Grundbuch eingetragen. Wenn eine Partnerschaft auseinander geht (was wir bei Ihnen nicht annehmen), dann können beide das Haus verkaufen oder vermieten. Oder einer bleibt im Haus wohnen und kauft dem anderen seinen Hausanteil ab – wenn er das Geld dazu hat. Manchmal kommt es auch zu neuen Partnerschaften und die neue Partnerin bzw. der neue Partner erwirbt dann die Hälfte des Hauses oder zieht in das Haus ein und zahlt Miete an den Miteigentümer, der aus dem Haus ausgezogen ist. Solche Regelungen kommen nur zustande, wenn auf allen Seiten Vernunft herrscht und kein Rosenkrieg im Gange ist.

Jens: Man baut ja ein Haus für das gemeinsame Zusammenleben. Wenn man von vornherein schon darüber nachdenkt, dass eine Beziehung zu Ende gehen kann, dann braucht man gar nicht erst in das eigene Haus einzuziehen.

Redaktion: Das ist ein guter Schlusssatz, besser hätten wir es auch nicht sagen können.

Fotos: www.fotoatelier-schumacher.de

Vorschläge für das Eigenheim

Neuetuer.de – Online-Türenspezialist

Junge Familien können beim Bau eines Hauses nicht genug Geld einsparen. Mit einem Ausbauhaus sind Sie auf einem guten Weg dahin, denn Sie übernehmen den Innenausbau komplett selbst. Mehr Informationen erhalten Sie auf www.ausbauhaus.de

Wissen, wie es geht? Wer sich über die verschiedenen Bautechniken informieren möchte oder selbst Hand anlegen möchte, der ist bei www.baumarkt.de richtig aufgehoben. Hier finden Sie zahlreiche Fachinformationen und Selbermacher-Anleitungen.

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Beißt sich das? Das junge Haus und der seit Urzeiten bekannte Kachelofen? Nein! Auch in ein junges, modern konzipiertes Haus passt ein Kachelofen. Die gibt es auch in neuzeitlichem Design – man schaue bitte nach unter www.kachelofen-online.de

Einfach mal schauen was möglich ist. Auf www.fertighaus.de finden Sie hunderte von Fertighäusern auf einer Website zusammengefasst. Nahezu alle bekannten Fertighausanbieter sind auf dieser umfangreichen Website vertreten.

Träume dürfen doch erlaubt sein? Auf www.traumbad.de finden junge Bauherren viele Anregungen für Ihre ganz private Wellnessoase. Das Badezimmer ist nämlich viel mehr als nur ein Ort der Reinigung.

Wer in ein junges Haus einzieht, der möchte auch ein "junges Bad": Frech, fröhlich, vielleicht sogar poppig. Solche Bäder findet man unter www.badewanne24.de