Bevor Sie kaufen, unbedingt beim Bauamt vorstellig werden

Bevor Sie ein Grundstück kaufen oder einen Kaufvertrag mit einem Haushersteller abschließen, weil Sie ein Grundstück geerbt haben, machen Sie unbedingt dem örtlichen Bauamt in der Stadtverwaltung oder in der Kreisverwaltung bzw. im Landratsamt einen Besuch. Je netter und unerfahrener Sie sich anstellen, desto breitwilliger sind die Fachleute im Bauamt, Ihnen zu helfen (Lebenserfahrung des 60-jährigen Autors dieses Beitrags). Im übrigen sollten Sie unsere „Checkliste Grundstückskauf“ ausdrucken und Zeile für Zeile „abhaken“.

Blick in das Altlastenkataster ist wichtig

Frau schwelgt in Gedanken

Es kostet zwar einige Gebühren, aber schauen Sie sich im Katasteramt (Teil der Baubehörde) das Katasterkartenwerk an. Sie wollen ja wissen, was früher auf dem Grundstück war. Es gibt beim Katasteramt auch ein „Altlastenkataster“. In dem ist verzeichnet, ob sich auf Ihrem Wunschgrundstück früher eine Lackfabrik, eine Tankstelle, eine chemische Reinigung oder ähnliches befunden hat. Wenn ja, könnte der Boden belastet sein. Auch die Reste eines Bunkers können unter Ihrem Grundstück liegen oder verfüllte Bombentrichter. In solchen Fällen: Nicht kaufen und bei ererbten Grundstücken nicht bebauen.

Genauso wichtig: Blick in den Bebauungsplan

Es nützt Ihnen nichts (trotz allem jugendlichen Optimismus), wenn das Grundstück frei von Altlasten ist, aber der örtliche Bebauungsplan die freie Planung Ihres Hauses einschränkt. Sie können eben nicht überall so bauen, wie Sie wollen. Wenn in einem Baugebiet nur Häuser mit Walmdach erlaubt sind, können Sie eben keines mit Pultdach errichten. Im Bebauungsplan ist oft auch vorgeschrieben, in welcher Himmelsrichtung Ihr Haus liegen darf. Und Sie können auch nicht ein Haus mit drei Geschossen bauen, wenn nur eine zweigeschossige Bauweise erlaubt ist. Wie man einen Bebauungsplan liest, erfahren Sie hier. Schauen Sie bei der Gelegenheit auch in den Flächennutzungsplan. Der ist Teil der Bauleitplanung, in der die Stadt/Gemeinde die zukünftige Bebauung noch brach liegender Grundstücke dokumentiert hat. Wenn in der Nähe Ihres Wunschgrundstücks irgendwann ein Gewerbegebiet „erschlossen“ wird, kann das den Wert Ihrer Immobilie erheblich senken.

Die Gestaltungssatzung zur Sicherheit mal anschauen

Rathaus Goch

Die Gemeinden/Städte können auch sogenannte Gestaltungssatzungen erlassen. Die betreffen in der Regel innerstädtische Gebiete und ganz besonders historische Altstädte. Die Gemeinden wollen damit verhindern, dass Wirte oder Einzelhändler knallige Werbetafeln anbringen oder dass jemand in einem Stadtviertel mit traditioneller Schiefereindeckung ein Blechdach auf die Dachsparren nagelt. Wenn Sie in einem Neubaugebiet bauen, was ja meistens der Fall ist, haben Sie in der Regel mit Gestaltungssatzungen nichts „am Hut“. In der Regel! Es kommt aber auch vor (wenn auch immer seltener), dass Gemeinden/Städte für solche Baugebiete die Art und Höhe des Gartenzauns festlegen. Also schauen Sie sich die Gestaltungssatzung an, die meistens sogar im Internetportal Ihrer Stadt/Gemeinde hinterlegt ist.

Baumsatzung – was ist denn das?

Einige Städte/Gemeinden haben sogar eine Baumsatzung. Die schreibt vor, welche Bäume gefällt werden dürfen und welche nicht. Stehen solche Bäume auf Ihrem neuen Grundstück und werfen lange Schatten auf die Photovoltaik-Anlage, die Sie auf Ihrem Dach installieren wollen, so wird die Stromausbeute nur gering sein – und Sie befinden Sie in einer Zwickmühle. Solche Fälle kommen nur sehr selten vor – aber wie das alte Sprichwort schon sagt: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Wenn ausgerechnet Sie als junges Bauherren-Paar betroffen sind, nützt es wenig, dass es sich bei Ihnen um einen Ausnahmefall handelt.

Die „Anliegerkosten“ oder „Erschließungsbeiträge“

Hausbau

Ein Grundstück darf nur bebaut werden, wenn es erschlossen ist. Sinnvoll ist, nur ein voll erschlossenes Grundstück zu kaufen. Die volle Erschließung umfasst die Verlegung aller Versorgungs-, Abwasser- und Kabelleitungen bis an die Grundstücksgrenze. Wenn das Grundstück voll erschlossen ist, müssen diese Erschließungskosten im Kaufpreis enthalten sein. Anders ist es bei den Kosten der öffentlichen Erschließung. In Neubaugebieten werden Straßen und Grünanlagen oft erst dann angelegt, wenn die Bebauung abgeschlossen ist. Selbst dann kann es noch Jahre dauern, bis der letzte Gebührenbescheid etwa über den Bau von Bürgersteigen beim Bauherrn eintrifft. Die Erschließungskosten muss immer der bezahlen, der zum Zeitpunkt des Beitragsbescheids Eigentümer des Grundstücks ist. Da die Versorgungsleitungen – wie gesagt – bis zur Grundstücksgrenze verlegt werden, aber zwischen Grundstücksgrenze und dem neuen Haus noch eine Distanz von 3, 6, 8 oder 10 m zu überbrücken ist, wollen die Versorgungsunternehmen natürlich Geld dafür haben, wenn sie die Leitungen von der Grundstücksgrenze bis zum Haus verlegen. Diese Kosten sollten Sie in das Finanzierungskonzept Ihres Hauses einbringen.

Fotos: www.fotoatelier-schumacher.de

Vorschläge für das Eigenheim

Neuetuer.de – Online-Türenspezialist

Junge Familien können beim Bau eines Hauses nicht genug Geld einsparen. Mit einem Ausbauhaus sind Sie auf einem guten Weg dahin, denn Sie übernehmen den Innenausbau komplett selbst. Mehr Informationen erhalten Sie auf www.ausbauhaus.de

Wissen, wie es geht? Wer sich über die verschiedenen Bautechniken informieren möchte oder selbst Hand anlegen möchte, der ist bei www.baumarkt.de richtig aufgehoben. Hier finden Sie zahlreiche Fachinformationen und Selbermacher-Anleitungen.

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Beißt sich das? Das junge Haus und der seit Urzeiten bekannte Kachelofen? Nein! Auch in ein junges, modern konzipiertes Haus passt ein Kachelofen. Die gibt es auch in neuzeitlichem Design – man schaue bitte nach unter www.kachelofen-online.de

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Wer in ein junges Haus einzieht, der möchte auch ein "junges Bad": Frech, fröhlich, vielleicht sogar poppig. Solche Bäder findet man unter www.badewanne24.de